9. Februar 2026
Marktabfrage zu Infrastrukturbedarfen für Strom und Wasserstoff
Laufzeit 03.02. bis 13.03.2026
In Vorbereitung auf die Szenariorahmen der Netzentwicklungspläne Strom sowie Gas und Wasserstoff 2027 führen die Strom-Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), die Gas-Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) und die Wasserstofftransportnetzbetreiber (WTNB) eine gemeinsame Abfrage bei bestehenden und potenziellen Marktteilnehmern durch.
Ziel ist es, eine belastbare Grundlage für die integrierte Planung der Energieinfrastrukturen in Deutschland zu schaffen. Neben Akteuren mit kombinierten Strom- und Wasserstoffbedarfen sind auch weitere Anschlussnehmer zur Teilnahme aufgerufen, insbesondere:
- Großbatteriespeicher, Rechenzentren, Power-to-Heat-Anlagen sowie geplante Lasterhöhungen von Industriestandorten (ab 10 MWel),
- Wasserstoffspeicher und Wasserstoffverbraucher (ab 20 MWth).
Gemäß Energiewirtschaftsgesetz tragen die ÜNB, FNB und WTNB die Verantwortung für die Erstellung der Netzentwicklungspläne (NEP) für Strom sowie für Gas und Wasserstoff. Zu Beginn eines jeden NEP werden Szenariorahmen definiert, wobei nationale energie- und klimapolitische Zielsetzungen aber auch konkrete Bedarfe eine entscheidende Rolle spielen. Der umfassende Umbau der Energielandschaft führt zu zahlreichen neuen Projekten, Verbrauchern, Erzeugern und Speichern.
Um diesen Akteuren Planungssicherheit bezüglich der zukünftigen Energieversorgung zu bieten, ist es entscheidend, dass die Netzbetreiber die konkreten Bedarfe der Branche kennen.
Mit Hilfe der Abfrage über die Infrastrukturbedarfe für Strom und Wasserstoff soll eine sachgerechte Planungsgrundlage für die Entwicklung der Energieinfrastrukturen in Deutschland ermittelt werden.
Für eine konsistente Infrastrukturplanung dieser beiden Sektoren sind insbesondere abgestimmte Planungsdaten zu Power-to-Gas Anlagen > 10 MWel sowie Wasserstoffkraftwerken von hoher Relevanz. Darüber hinaus erfassen die Übertragung- und Fernleitungsnetzbetreiber über die Marktabfrage weitere Anschlussnehmer, die lediglich an eine der beiden Infrastrukturen angeschlossen sind. Dies umfasst für die Übertragungsnetzbetreiber Großbatteriespeicher, Rechenzentren, Power-to-Heat Anlagen und geplante Lasterhöhungen von Industriestandorten (jeweils ab einer Anschlussleistung von 10 MWel). Die Fernleitungsnetzbetreiber erfassen über die Marktabfrage zudem Wasserstoffspeicher und Wasserstoffverbraucher.
Marktteilnehmer sind aufgerufen, ihre Bedarfe bis zum 13. März 2026 unter https://infrastrukturbedarf-abfrage-nep.de/ zu melden. Mit einer Beteiligung an der Marktabfrage unterstützen die Meldenden die integrierte Infrastrukturplanung für das Energiesystem der Zukunft.
Sollten Sie also einen Elektrolyseur betreiben wollen, ein Power-to-Gas-Anlage planen oder Ihren Erdgas-Bezug perspektivisch auf Wasserstoff umstellen wollen, dann ist jetzt die Gelegenheit, die kundzutun. Dies betrifft nicht nur Großabnehmer oder Großeinspeiser, sondern auch andere Akteure, selbst wenn die Planung noch nicht abgeschlossen ist und eine finale Entscheidung noch nicht gefällt wurde.
Ansprechpartner
Bianca Tilch
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